14. Oktober 2008
Rockterrine – Essen wie Rocker in Deutschland
Immer wal wieder steh ich mit einem der Unmengen Kochbücher in der Hand in einem Buchladen und überlege, mir endlich wieder eines zu kaufen. Aber dann siegt doch der Glaube, dass ich jetzt nicht auch noch die 20 Variante eines Rezeptes haben muss, das sich vielleicht nur durch eine Prise Kümmel von den anderen unterscheidet. Wobei Kümmel sicher gut in einen Hackbraten passen würde.
Damit sind wir auch schon beim Thema Rocker, ok, alternde Rocker. Aber gerade diese müssen zwecks Lebensumständen auf ihre Ernährung achten, vor allem wenn sie wie Meat Loaf noch dazu mit Gewichtsproblemen kämpfen. Da bleiben die Drugs zuhause und man lässt sich auf Tour von Katrin Lauter, Samaneh Parvin Zamir und Simone Voigt verpflegen, den Catering-Damen der Rockterrine.
Jens Nink, ein befreundeter Kommunikationsdesigner der beiden, hat im Rahmen seiner Diplomarbeit aus dieser Kombination ein Kochbuch entwickelt. Rockterrine heißt es und wenn man schon die ganze Zeit mit Musikern unterwegs ist, liegt es nahe, die Rezepte auch nach den jeweiligen Bands zu benennen. Beispielsweise gibt es einen TOMTE Obstsalat, den DIE HAPPY Salat mit gebackenem Ziegenkäse, die indische CALIBAN Dhaal Suppe oder eine NEW französische MODEL ARMY Kartoffelsuppe. Eine Liste der Bands gibt es hier.

Wirklich neue Rezepte findet man jetzt zwar nicht in der Rockterrine, die abwechslungsreichen Gerichte sind oft vegetarisch oder vegan. Angesprochen und überzeugt hat mich jedoch die Aufmachung in der Art eines Musikmagazins mit vielen Collagen. Kochrezepte mal nicht nur mit aufwendig fotografiertem Essen, sondern zwischendrin noch Interviews der bekochten Bands und exklusive Konzertfotos.
Sieht auf der Internetseite sehr gut aus und die Rockterrine landet damit auf der Amazon Wunschliste.