Nun haben die gekränkten Herren des ZDF also doch die unbequeme Elke Heidenreich mit sofortiger Wirkung rausgeworfen. Die noch ausstehenden Sendungen werden erst gar nicht mehr produziert, die Trennung ist laut ZDF Intendant endgültig, da hilft auch ein Bittbrief der deutschen Verlage nichts mehr.

Natürlich kann man die Art und Weise wie Frau Heidenreich teilweise ihren Unmut äußerte selbst kritisieren. Die Parallelen zum aktuellen Jogi-Ballack-Sturm-im-Wasserglas sind offensichtlich.

Andererseits wäre es eine Chance für das kleinkarierte ZDF gewesen, sich durch ein Aushalten und ein Auseinandersetzen mit der Heidenreichschen Kritik zu profilieren. Großmütig hätte der Intendant über seinen beleidigten Schatten treten und dem Sender damit ein gewisses Maß an Glaubwürdigkeit in Hinsicht auf den eigenen Qualiätsanspruch geben können.

So entsteht jetzt leider der Eindruck, dass im ZDF nur konforme Mitarbeiter im Stil eines JBK gern gesehen sind. Kritiker werden in die Arbeitslosigkeit entlassen. Aber besser Arbeitslosigkeit als Arbeitslager. Traurig.

Ich hoffe nur, dass damit die Debatte um die Qualität im deutschen Fernsehen nicht so schnell wieder erlöscht und Frau Heidenreich ihre Kritikerrolle weiter führt.

Meinen Vorschlag an Elke Heidenreich ihre Buchkritiken mit einer eigenen Show im Internet fortzuführen, fand sich übrigens des öfteren auch in den Kommentaren zu den folgenden Artikeln: