Die Kritiken zu Zack Snyders neuestem Effektespektakel “Sucker Punch” schwanken zwischen großartig und vernichtend. Mit einem dementsprechend mulmigen Gefühl war ich heute Abend also in der Vorpremiere.
Bekanntlich fand ich den Trailer ja großartig und pfeife bei dieser Art von Filmen generell auf die Story wenn der Action-Bumms-CGI-Effekte-Teil dafür umso besser ist. Leider hat die Mixtur bei “Sucker Punch” heute nicht so gut gepasst.
Ja, man bekommt die aus den Trailern bekannten Kampfszenen von fünf nett anzuschauenden Mädels in großartig surrealen Kulissen a la Zack Snyder zu sehen. Aber schon da hat man wohl produktionstechnische Synergieeffekte ausnutzen wollen und sich bei den 3D-Modellen der Gegner etwas zu offensichtlich bei bekannten Filmen der letzten Jahre bedient.
Das könnte ich auch noch verschmerzen wenn diese Ausschnitte nicht etwas weit hergeholt mit der Story verknüpft wären, die selbst mir von Anfang an viel zu schwülstig und pubertär war, als dass ich sie ohne schlechtes Gewissen einfach so hätte ignorieren können.
Vielleicht bin ich auch einfach nicht der Typ, dem die vermittelte Grundaussage des “Hilf dir selbst” und “Tschaka” so fremd ist, dass er darauf erst von “Sucker Punch” mit bildgewaltigen Szenen hingwiesen werden muss.
Wie dem auch sei, positiv anzumerken ist die Tatsache, dass nicht versucht wurde den Film auch noch mit diesem unsäglichen 3D Kinderspielzeug Quatsch aufzuwerten.
Fazit: “Sucker Punch” ist das erwartete effektvolle Popkornkino, für das ihr aber höchstens den Kinotag oder später die DVD nutzen solltet.




